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Die Trasse


Wir verabschiedeten uns vom Bauer Claus im alten Land, dort wo wir keine Zäune zwischen den Grundstücken sahen und wo wir unsere Küche in der hervorragend isolierten Kühlhalle hatten.

Der nächste Stopp, das LNG Terminal im riesigen DOW Chemie-Fabrik-Komplex. Wir zeigten unser Banner und sangen (Lied) im Kanon. Wusstest ihr, dass die Chemie Industrie nach der deutschen Bahn an zweiter stelle des Stromverbrauchs in Deutschland steht?

Weiter gings viele Kilometer durch das Land zwischen Hamburg und Bremen, entlang von Bauernhöfen und immer wieder entlang von Baustellen dieser dämlichen Gaspipeline. Ist ein so hohe Investition in fossile Infrastruktur wirklich eine Idee erwachsener Politiker, die Verantwortung übernehmen? Wir bezweifeln es.

Der Tag war voll. Insgesamt 75 km. Wir sahen fast wilde Pferde mit riesen Auslauf und Blindschleichen.

Im Dörfchen Rockstedt hatten wir eine Führung in einer Mikro-Algenfarm, wo uns Bauer Maarten durch seinen Betrieb führte. Dieses Super Food schmeckt erstaunlich gut und kann online direkt bestellt werden.

Fünfhundert Meter vor unserem Ziel am Abend in Ostereistedt, hatten wir noch einen kleinen Fototermin. Leider war es nicht etwa vor einem Lager von Ostereiern, sondern von hunderten Riesenröhren für die Pipeline, durch die mal klimaschädliches LNG strömen soll. Diese waren umgeben von Stacheldraht und bewacht von Elektro-Augen – ein sehr unangenehmer Ort. Wir setzten dem Tanz und Pogo entgegen um all dieser dystopischen Realität mit unsere Lebensfreude entgegenzuhalten.

Auf dem Sportplatz von Ostereistedt schlugen wir unser Zeltlager auf und wurden herzlich empfangen – es gab warme Duschen und das geniale Kochteam war schon fertig, als wir ankamen.

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