Climate Express ist eine zivilgesellschaftliche Bewegung aus Belgien, die Menschen und Organisationen zusammenbringt, um sich aktiv für Klimaschutz und gesellschaftliche Veränderungen einzusetzen. Ihr zentrales Anliegen ist es, eine breite Klimabewegung aufzubauen, die politischen Druck erzeugt und gleichzeitig möglichst viele Menschen für das Thema sensibilisiert. Dabei versteht sich die Initiative ausdrücklich als unabhängig von Parteien und verbindet ökologische Ziele mit Fragen sozialer Gerechtigkeit.
Ein wichtiger Teil ihrer Arbeit besteht darin, Menschen zu mobilisieren und konkrete Aktionen zu organisieren. Dazu gehören große Demonstrationen, Kampagnen und kreative Veranstaltungen, aber auch gemeinsame Reisen zu internationalen Klimakonferenzen, um dort Präsenz zu zeigen und politischen Entscheidungsträgern den gesellschaftlichen Druck vor Augen zu führen. Durch solche Aktionen versucht Climate Express, sowohl engagierte Aktivistinnen und Aktivisten als auch bislang weniger politisierte Menschen einzubeziehen und ein breites Netzwerk aufzubauen.
Inhaltlich setzt sich die Bewegung für einen schnellen Ausstieg aus fossilen Energien und für den Übergang zu einer nachhaltigen Gesellschaft ein. Gleichzeitig betont sie die globale Dimension der Klimakrise und zeigt sich solidarisch mit den Menschen, die bereits heute besonders stark unter deren Folgen leiden. Insgesamt geht es Climate Express darum, Klimaschutz nicht nur als technisches oder politisches Thema zu behandeln, sondern als gesellschaftliche Aufgabe, die durch gemeinsames Handeln vorangetrieben werden muss.
2024 sind wir zusammen mit Climate Express unter dem Namen Democracy on the Streets von Köln nach Brüssel gefahren. Dabei hat uns Climate Express sehr geholfen in Belgien die Schlafplätze zu finden.
Unter dem Titel „Ride The Tide“ organisiert Climate Express eine mehrtägige Fahrradaktion, die Klimaprotest, Bildung und gemeinschaftliches Erleben miteinander verbindet. Im Kern handelt es sich um eine mehrere hundert Kilometer lange Fahrradtour, die entlang einer symbolischen „zukünftigen Flutlinie“ verläuft – also jener Linie, bis zu der das Meer bis zum Jahr 2100 ansteigen könnte, wenn die Klimapolitik nicht deutlich verschärft wird.
Während dieser Tour fahren die Teilnehmenden gemeinsam durch verschiedene Städte und Regionen, treffen unterwegs Schulen, Initiativen und politische Akteure und verbinden so lokale Begegnungen mit übergeordnetem Klimaprotest. Die Aktion ist bewusst offen gestaltet: Man kann einzelne Etappen oder mehrere Tage mitfahren, wodurch sowohl engagierte Aktivistinnen als auch neue Teilnehmende eingebunden werden.
„Ride The Tide“ ist dabei nicht nur eine Demonstration in Bewegung, sondern auch ein Bildungs- und Vernetzungsprojekt. Entlang der Strecke wird über Klimafolgen wie Überschwemmungen informiert, es finden Gespräche, kulturelle Aktionen und Diskussionen statt, und die Tour endet häufig in größeren Klimaprotesten wie einer nationalen Klimademonstration. So verbindet das Format auf anschauliche Weise persönliche Erfahrung, politische Botschaft und gemeinschaftliches Handeln für Klimagerechtigkeit.