Unserer Fahrraddemo startete direkt mit einem Grund zum Feiern: Ein Geburtstag stand an, der natürlich standesgemäß mit Kuchen zelebriert wurde! Frisch gestärkt rollten wir anschließend vom Schützenplatz in Lohne los. Der Weg führte uns bei bestem Sommerwetter über idyllische Landstraßen und durch kleine Dörfer. Die Sonne meinte es fast schon zu gut mit uns – die Sonnencreme schwamm gefühlt sofort wieder weg, weshalb eine kleine Eis-Pause auf dem Weg und ein Zwischenstopp in Neuenkirchen-Vörden die perfekte Abkühlung boten.
In Osnabrück angekommen, wurde es direkt wieder politisch. Vor dem Rathaus fand unsere erste Kundgebung des Tages statt. Mit dabei waren wieder die Handpuppe Professor EdShee und ein lautstarker Flashmob zum Thema Pipelinee-Leckage, gefolgt von einer starken Rede von Fridays for Future Osnabrück. "Katharina Reiche bewilligt 9 Gigawatt, etwa 25 Gaskraftwerke. Das ist keine Energiewende. das ist Lobbypolitik für die fossile Industrie".
Weiter ging es einmal quer durch die Stadt bis zum VW-Werk. Hier steht ein ernster Wandel bevor: Statt Sportwagen soll hier bald Kriegsgerät vom Band rollen. Das Zukunftswerk Osnabrück und OKNB hielten dazu eindringliche Reden und machten deutlich, warum wir hier laut sein müssen. Es gäbe so viele Möglichkeiten die Fabrik zu erhalten, Arbeitsplätze zu sichern und zukünftige Technologie statt Kriegsmaschenerie zu produzieren! Bereits vor 10 Jahren hat VW Osnabrück mit Shuttle-Kleinbussen experimentiert. warum nicht diese Forschung ausbauen statt auf Krieg zu setzen? 🛠️🌍
Als wir durch Osnabrück fuhren, zeigten sich Passantinnen super interessiert. Ein Menschen konnten wir spontan überzeugen mit uns eine kurze Strecke zu fahren und sich über den Gasausstieg und unsere Demotour auszutauschen. Passend dazu die Zeile aus dem OKNB-Song: „Das ist kein Ding, das kannst du auch kommen – wir senken den Verbrauch“. Sie verdeutlicht, dass jeder Einzelne gegen die fossile Politik aktiv werden und direkt etwas verändern kann, wenn man sich denn nur traut.
Kaputt, aber mit guter Laune wurde schließlich das Tagesziel erreicht: den Luhrmannhof, ein selbstverwaltetes studentisches Wohnen auf einem ehemaligen Bauernhof in Osnabrück. Hier durften wir unser Zeltlager auf einer gemütlichen Wiese aufschlagen. Die wunderbaren Menschen vor Ort haben uns sogar mit einem absoluten Festmahl überrascht – es gab zusätzlich nocg herzhafte Muffins als Vorspeise und ein Schoko-Mouse Dessert.
Der Abend wurde dann noch für intensive Gespräche genutzt. Nach dem regulären Plenum fand heute auch ein wichtiges Plenum zu kritischer Männlichkeit statt. Jetzt fallen wir erschöpft in die Schlafsäcke und freuen uns auf die nächsten Kilometer Richtung Hamm. Morgen geht es nach Münster: trefft uns gerne um 16:30 Uhr auf dem Hamannplatz und fahrt mit uns bis zur B-Side.